Techniken im Kurs
Was auf dem Tisch liegt, was du ausprobieren kannst und wie wir das einführen
Im Kurs geht es nicht darum, eine Technik zu beherrschen. Es geht darum, verschiedene Materialien kennenzulernen und zu spüren, welche davon sich für dich richtig anfühlen.
Jede Kurseinheit hat einen thematischen Schwerpunkt. Das heißt nicht, dass du diese Technik verwenden musst. Es heißt, dass sie eingeführt wird und du die Möglichkeit hast, sie auszuprobieren. Parallel liegt immer anderes Material bereit.
Aquarell
Transparent und fließend
Aquarell reagiert auf Wasser. Viel Wasser bedeutet helle, transparente Flächen. Wenig Wasser bedeutet sattere Töne. Das Ergebnis hängt stark davon ab, wie nass das Papier ist, wenn du anfängst.
Anfänger erleben bei Aquarell oft eine interessante Überraschung: Gerade die unkontrollierten Momente erzeugen die schönsten Effekte. Das Papier macht einen Teil der Arbeit selbst.
Acrylfarbe
Deckend und vielseitig
Acryl ist das Material, das am meisten verzeiht. Farbe getrocknet und nicht zufrieden? Einfach drübermalen. Die Farbe trocknet schnell, lässt sich verdünnen wie Aquarell oder direkt aus der Tube verwenden.
Im Kurs arbeiten wir mit Acryl auf Leinwand und auf Papier. Spachtel, Pinsel, Schwämme, Finger. Alles ist möglich.
Gouache
Deckend und samtig
Gouache ist wie Aquarell, aber deckend. Die Farben bleiben leuchtend, auch wenn sie trocken sind. Gouache eignet sich besonders für Flächen, für grafische Elemente, für klare Kontraste.
Für viele Teilnehmende ist Gouache eine Entdeckung. Die Konsistenz ist angenehm, die Farben sind intensiv, und das Ergebnis sieht oft sehr viel "fertiger" aus als erwartet.
Kohle und Kreide
Direkt und taktil
Kohle liegt direkt in der Hand. Kein Pinsel, kein Wasser. Einfach auf Papier und schauen, was entsteht. Man kann wischen, verwischen, radieren, überzeichnen.
Diese Technik ist oft der schnellste Weg, einen eigenen Rhythmus beim Zeichnen und Malen zu finden. Weil man sofort sieht, was die Hand macht.
Tusche
Klar und kontraststark
Tusche ist schwarz, tief und endgültig. Einmal gesetzt, bleibt sie. Das klingt nach Einschränkung, ist aber oft der Beginn von sehr klaren, ausdrucksstarken Bildern.
Im Kurs kombinieren wir Tusche häufig mit Aquarell oder Gouache. Der Kontrast zwischen der Linie und der Fläche ist ein eigenes Thema.
Mischtechnik
Alles zusammen
Manchmal entsteht das Interessanteste, wenn man aufhört, sich für eine Technik zu entscheiden. Acryl als Untergrund, Aquarell darüber, Kohle für Details. Das nennen wir Mischtechnik.
Es gibt keine Regeln dafür, was man kombinieren darf. Die einzige Einschränkung ist technischer Natur: wasserbasierte Farben vertragen sich gut, ölbasierte Materialien brauchen mehr Planung.
Was du mitbringen musst
Kurze Antwort: nichts
Alle Materialien stehen im Kursraum bereit. Pinsel, Farben, Papier, Leinwände, Spachtel, Paletten. Du kommst mit leeren Händen und fängst einfach an.
Wer möchte, kann nach einigen Einheiten eigene Lieblingspinsel mitbringen oder ein bestimmtes Papier, das er entdeckt hat. Das ist aber keine Voraussetzung, sondern eine Möglichkeit.